Glossar

a

Algorithmus

Algorithmen sind Handlungsvorgaben, mit denen Computer Aufgaben lösen. Sie dienen etwa der Suche im Internet, personalisierten Videovorschlägen auf YouTube oder zur Auswahl der angezeigten Inhalte in sozialen Netzwerken.

b

Big Data

„Big Data“ steht für den Ansatz, große Datenmengen auszuwerten, um Muster und Gesetzmäßigkeiten in diesen Daten zu entdecken. Das geschieht zu weiten Teilen automatisiert. Meist geht es darum, mit statistischen Methoden Zusammenhänge (Korrelationen) zwischen verschiedenen Faktoren zu finden. „Big Data“-Analysen werden auch genutzt, um Computern bestimmte Aufgaben beizubringen, etwa die Erkennung von Bildern. Man spricht dann von maschinellem Lernen.

d

Datenschutz-Grundverordnung

Die europäische Datenschutz-Grundverordnung regelt erstmals einheitlich, wie personenbezogene Daten von EU-Bürgern verwendet werden dürfen. Sie tritt an die Stelle unterschiedlicher Datenschutz-Gesetze der EU-Staaten. In manchen Bereichen sind weiterhin nationale Regelungen möglich. Die Regelungen gelten vollständig ab dem 25. Mai 2018, wenn eine Übergangsfrist endet. Viele der Regelungen orientieren sich am Datenschutz, der in Deutschland bereits galt, andere sind neu.

k

Künstliche Intelligenz (KI)

KI ist der Versuch, Computern Dinge beizubringen, die Menschen bislang besser können. Kognitive Fähigkeiten wie das Lernen werden dabei durch Technik nachgeahmt. Das maschinelle Lernen ist ein Gebiet der KI. Ähnlich wie Wissen aus Erfahrung entstehen kann, sollen Computer aus Daten lernen, Muster oder Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und Modelle zu entwickeln. Damit sollen sie auch solche Aufgaben lösen, die nicht von vornherein bekannt sind.

s

Scoring

Ein Score ist ein Zahlenwert, der ein bestimmtes Verhalten vorhersagen soll. Scoring steht für den Ansatz, solche Werte auf der Grundlage bestimmter Daten und Modelle zu berechnen und eine Bewertung über Verbraucherinnen und Verbraucher abzugeben. Das Scoring von Auskunfteien ist häufig die Grundlage für Entscheidungen über Kredite und Verträge. Weitere Scores gibt es zum Beispiel beim Kundenmanagement in Online-Shops.

Self-Tracking

Self-Tracking (dt. Selbstvermessung) meint das Aufzeichnen von Aktivitäten und Informationen über den eigenen Körper mithilfe von digitalen Geräten und Apps. Self-Tracker nutzen diese Daten unter anderem dazu, um ihre körperlichen Zustände zu verbessern, zum Beispiel sich mehr zu bewegen, regelmäßiger zu schlafen oder Gewicht zu verlieren. Für das Self-Tracking werden oft Wearables, wie etwa Smartwatches oder Fitness-Armbänder, verwendet.

Smart Home

Ein sogenanntes Smart Home besteht aus Apparaten und Hausgeräten, die mit Computerprogrammen arbeiten. Dazu gehören beispielsweise sprachgesteuerte Lampen und Heizungen, Saugroboter, die selbstständig die Wohnung reinigen, oder Sprachassistenten, die ihnen gestellte Fragen beantworten und Geräte steuern können.

t

Targeting

Targeting ist ein Instrument der Onlinewerbung, bei der Kundengruppen passgenaue Werbung ausgespielt wird. Die Identifikation der Zielgruppen geschieht über Daten, die bei der Nutzung von Internetdiensten anfallen. Das sind nicht nur Informationen, die die Nutzerinnen und Nutzer selbst eingeben, sondern auch Daten über ihr Online-Verhalten, die durch Tracking zusammenkommen, wie Ortsdaten oder Kaufentscheidungen. Das Targeting geschieht automatisiert und wird durch Maschinelles Lernen optimiert.

Tracking

Tracking im Allgemeinen bedeutet, das Verhalten einer Person anhand bestimmter Daten zu verfolgen. Im engeren Sinn spricht man häufig von Tracking, wenn das Verhalten von Nutzern im Internet beobachtet wird. Die per Tracking gesammelten Daten werden häufig dazu genutzt, Nutzerinnen und Nutzern Werbung anzuzeigen, die auf ihre Interessen zugeschnitten wird.

w

Wearables

Wearable ist die Kurzform von Wearable Computing (dt. tragbare Computer). Gemeint sind technische Geräte, die am Körper getragen werden oder in Kleidung integriert sind. Dazu gehören zum Beispiel Fitness-Armbänder, Smartwatches, Datenbrillen oder Laufschuhe mit Sensoren, die Schritte zählen. Wearables werden oft für Self-Tracking eingesetzt, aber sie dienen auch medizinischen Zwecken, wie bei Herzschrittmachern, Hörgeräten oder Implantaten für Diabetes-Patientinnen und -Patienten. Allen Geräten ist gemein, dass sie über Sensoren automatisch bestimmte Informationen aufzeichnen und je nach Einsatzzweck verarbeiten.